In or out of my life?
Wieder und wieder huscht mein Blick von der leeren Seite des Word-Dokuments rüber nach rechts zu dem so viel versprechenden Kasten, in dem alle meine Freunde und Bekannte mir zeigen, ob sie ein bisschen Zeit für mich haben. Ich erwische mich dabei, wie ich langsam und gründlich von oben bis unten die Namensliste durchgehe, bei dem Buchstaben “M” den Atem anhalte. Viermal, fünfmal, sechsmal. Immer in der Hoffnung, dass sein Name doch noch grün aufleuchtet und mir zeigt, dass er noch lebt.
Und dann frage ich mich, ob er auch vor seinem grauen Kasten sitzt. Zuhause bei ihm in seinem Zimmer unter dem Dach. In dem Zimmer mit den Schrägen und den Dachfenstern, auf die der Regen prasselt. So laut, dass er nicht schlafen kann und sich lieber mit Computerspielen oder unterhaltsamen Gesprächen übers Internet die Nacht um die Ohren schlägt. Zuhause vor dem grauen Kasten, aus dem er wahrscheinlich längst alle Bilder von mir und alle Wortschnipsel, die ihn an mich erinnern, entfernt hat. Früher hätte er die Fotos und die Briefe verbrannt und ein bisschen erleichtert, ein bisschen wehmütig in die Flammen gestarrt. Jetzt klickt er einfach auf Löschen und noch nicht einmal mehr der verbrannte Geruch erinnert an mich.
Ich wünschte, sein Herz würde ein kleines bisschen schneller schlagen, wenn mein Name in grünen Lettern aufleuchtet. Oder ein bisschen langsamer. Ich wünschte, dass er an mich denkt, wenn er zufällig meinen Namen auf der Liste entdeckt. Dass ihm ein Lächeln über die Lippen huscht, wenn er überlegt, was ich wohl gerade mache. Ich wünschte, dass er vielleicht auch ein wenig zögernd mit der Maus über meinen Namen fährt und überlegt, ob er es wagen sollte mich wieder in sein Leben zu lassen. Ich wünschte nur, dass ihm ein wenig flau im Magen wird, wenn er doch den Finger von der Maustaste nimmt und sich daran erinnert, dass nichts mehr so ist wie es einmal war.
Und wieder huscht mein Blick zu dem Kasten, rechts an meinem Bildschirmrand. Und ich weiß, dass ich nie wieder auf seinen Namen klicken werde, auch wenn er noch mein ganzes Leben lang auf der Liste in mitten meiner Freunde stehen wird.
Sabrina sagte,
März 22, 2008 um 12:51 Uhr nachmittags
Oh Scheisse … ich hasse ICQ dafür >.<
Ich weiß ja nicht was vorgefallen ist, aber manchmal ist es einen Versuch wert selbt den ersten Schritt zu machen.
himbeerherz sagte,
März 22, 2008 um 2:16 Uhr nachmittags
Ja, das habe ich auch oft schon gedacht, aber irgendwie ist es komisch.
er wollte was von mir, ich nicht. er hat gesagt er akzeptiert das, letztendlich haben wir aber nicht mehr miteinander geredet danach. Dann hatte er ne neue Freundin, ich war eifersüchtig blablabla… und so weiter und so fort.
Wir grüßen uns zwar noch, aber reden tun wir nicht mehr miteinander und ich vermisse ihn als Freund.
naja.. wenn sich die gelegenheit ergibt werde ich wohl noch mal ein abschließendes klärendes gespräch führen mit ihm… wenns so weit ist erfährst du es bestimmt.
Sabrina sagte,
März 22, 2008 um 8:16 Uhr nachmittags
Das ist natürlich blöd. Magst du ihn also doch irgendwie?
Ja bitte, ich würde gerne wissen, wie es ausgeht :p