Nichts schöneres (für diesen Moment…)
Merken, wie der Alkohol langsam seine Wirkung zeigt. Spüren, wie einem das Blut in den Kopf schießt. Das Gefühl haben, jetzt, in diesem Moment, alle Kleidung ablegen zu müssen. Fühlen, wie der Schnaps ein wohliges Gefühl im Magen hinterlässt. Mit einem Lächeln feststellen, dass wohl oder übel der Gleichgewichtssinn langsam schwindet.
Mit dem Freund des Bruders flirten und sich irgendwie einmal so richtig wohl fühlen. In der Küche stehen, morgens um 1.38 Uhr und sich mit irgendeinem Freund des Freundes der großen Schwester unterhalten, der glatte 6 Jahre älter ist. Die gesamte Zeit seine angespannte Rückenmuskulatur gespiegelt in der Fensterscheibe hinter ihm betrachten. Sein Lächeln sehen, seine perfekten Zähne und den süßen Glanz in seinen Augen, bei denen du dich -auf Grund des mäßigen Alkoholkonsums- leider nicht mehr an die Farbe erinnern kannst. Seine sehnigen Hände betrachten, die das bunte Glas fest umschließen. Sich daran erinnern, dass er schon den gesamten Abend über ausgesprochen oft in deiner Nähe war. Sich darüber ärgern, dass er, nachdem er den Altersunterschied erfahren hat, so schnell wieder verschwunden ist, zusammen mit einer Flasche 43er.
Das Klirren von Glas hören und sich sagen: Egal, kümmere dich morgen drum. Die laute Musik mit jeder Faser des Körpers fühlen und sich wundern, wie die kleine Schwester bei diesem Lärm schlafen kann. Zwischendurch in die schwarze Nacht hinaus gucken und sich fragen, warum man diese Erleuchtung nicht öfter hat.
Denn ich brauche ihn nicht. Ganz bestimmt nicht. Weder sein Lächeln, noch seinen Schnaps. Und erst recht nicht seine Rückenmuskulatur! (sich daran erinnern, dass man es sich selbst verboten hat, an ihn zu denken)
Sich darüber bewusst sein, dass man es nicht verlernt hat… das Leben…
Sabrina sagte,
April 14, 2008 um 7:27
Der Junge hat doch echt nen Knacks. Ich meine … 6 Jahre Altersunterschied – was ist das schon? Ich kenne so viele noch junge Menschen, die einige Jahre auseinander sind und es ist ihnen trotzdem kein Hindernis.
Weine ihm nicht nach … wahrscheinlich hat er zu wenig Selbstbewusstsein um sich anzustrengen. *tz* (Von dieser Sorte Männer gibt es einen großen Überschuss, ist mir aufgefallen -.-)
Kann man das überhaupt verlernen? Das Leben? Leben und leben lassen … jaja, immer diese Weisheiten ^^
Hmm, ich denke, genau das ist es doch, das Leben.
Spät nachts Enttäuschungen erfahren und sich darüber den Kopf zerbrechen. Vom Alkohol benebelt sein und das Gefühl doch irgendwo zu mögen, weil es dich anders fühlen lässt. Alkohol überhaupt zu trinken, wo man doch weiß, dass man dadurch ganz anders wirkt und ist …
Ich kann nur von mir sprechen, aber für mich ist genau das im Moment die Definition von Leben. Man ist nur einmal jung und so viele Erfahrung wie in dieser Zeit, werde ich wohl nie wieder sammeln.
Und falls ich doch Mal keine Lust habe, dann sagt meine beste Freundin immer „Party, Party, Party, Süße! – Weil die guten alten Zeiten genau jetzt sind!“
Und sie hat verdammt nochmal Recht.
Du verlernst es nicht zu leben … du lernst es erst durch genau solche Momente!
Küsschen
Sabrina
himbeerherz sagte,
April 14, 2008 um 8:07
Ich glaube der Typ war einfach nur ein bisschen verwirrt, weil er mich ein paar viele Jährchen älter geschätzt hat.
Ich weine ihm nicht nach.. ich glaube jedenfalls nicht. ich versuche mir nur möglichst alle Einzelheiten von ihm einzuprägen um mich später an ihn erinnern zu können. An diesen Moment, in denen ich wusste, dass ich lebe!!!
Ich werde mir den Spruch deiner Freundin zu Herzen nehmen! Wo sie recht hat, hat sie recht!!!
am Samstag ist es wieder so weit!!!
Ja, das mit dem Alkohol ist schon so eine Sache. Ich habe eigentlich immer erst sowas wie Hemmungen ihn zu trinken. Und dann fühle ich mich doch gut! irgendwie einfach lebendig…
Ich danke dir auf jedenfall für die netten Worte! Danke danke danke!!