Smile baby, just smile!
Scheiße scheiße scheiße.
Samstag „Morgen“ um 12.33 Uhr und was weiß ich wie viele Sekunden (ich war ein bisschen zu perplex, weshalb ich nicht unbedingt auf den Sekundenzeiger der Uhr geachtet habe)
Man stelle sich folgende Situation vor:
Meine Mama mäht den Rasen im Vorgarten. Ich komme gerade aus der Dusche, habe demnach nur einen schwarzen schlichten Slip und ein schwarzes Top an.
Ich reiße also die Haustür auf, hüpfe barfuss über die kalten Pflastersteine um zu meiner Mutter zu kommen und sie zu fragen, ob sie meine Lieblingsjeans gesehen hat.
Man sollte dabei anmerken, dass unser Vorgarten eigentlich an einer Straße liegt, die sowohl von Autofahrern, als auch von Spaziergängern auf den Weg in den Wald vor allem am Wochenende viel genutzt wird. Aber ich wollte nun mal meine Jeans haben. Ich guckte also, bevor ich die Haustür aufmachte, ob jemand auf der Straße zu sehen ist und: ob Wunder, sie war wie leergefegt.
Also. Taps taps, hinüber zu meiner Mama gerannt und gleich schon mal auf dem Weg meine Frage hinüber geschrien. Ich stehe also vor meiner Mutter, leicht bekleidet und hüpfe von einem Fuß auf den anderen, weil sich die Kälte sonst bis in meine (frisch rasierten) Beine ziehen könnte. Aus den Augenwinkeln entdecke ich plötzlich, wie ein Fahrrad den Berg herunter gerast kommt, mache mir aber keine weiteren Gedanken mehr. Doch dann wird das Fahrrad langsamer und kommt direkt neben mir und meiner Mutter zum stehen.
Erst jetzt realisiere ich den 17-jährigen, gutaussehenden Nachhilfeschüler meiner Mutter, der ihr eine DVD vorbeibringen will. Er sieht mich an, von oben bis unten, drückt mir die DVD Hülle leicht irritiert in die Hand. Dann spricht er noch ein paar Worte mit meiner Mutter, die sich ein Grinsen nicht verkneifen kann. Dabei fixiert er mit seinen Blick meine Mutter um ja nicht noch einmal auf mich zu gucken. Ich lächele leicht, drehe mich um und verschwinde durch die Haustür wieder.
Ohh jaa. Dieser Auftritt meinerseits gehört in die Kategorie „Einmal richtig blamieren am Tag festigt den Charakter“, wobei ich wirklich behaupten kann, dass er peinlich berührt war, während ich einfach nur da stand und mir gedacht habe: Ändern kannst du es eh nicht mehr. Und deine Hose ist halt weg, so ist das nun mal.
Selbstbewusstes Auftreten ist der Schlüssel zum Erfolg. Also, Bauch rein, Brust raus.
Statistisch gesehen dürfte die Wahrscheinlichkeit mich heute auf der Party noch einmal so richtig zu blamieren bei beinahe Null liegen.
Aber ich erinnere immer wieder gerne an diesen Spruch mit absolutem Wahrheitsgehalt:
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme:
“Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen.“
Und ich lächelte und war froh – und es kam schlimmer.
Sabrina sagte,
April 22, 2008 um 9:19
Ist doch irgendwie aufregend. *hehe*
Außerdem hast du obercool reagiert, Süße!