Das sind die Tage, von denen wir sagen, sie gefallen uns nicht.

April 7, 2008 at 4:54 (ChaosFamilie, Herzscheiße)

Es sind die Tage, die mit einem Lächeln anfangen, dass bei dem Blick aus dem Fenster schlagartig verwischt.  Es sind die Tage, die ohne einen Gedanken an ihn beginnen, und damit enden, dass wir mehr Schokolade und Liebesfilme konsumieren, als es uns gut tun. Es sind die Tage, an denen wir uns schön fühlen und dann am Tagesende doch 2 Kilo mehr wiegen. Es sind die Tage, voll von Lebensfreude, die letztendlich nur die leere Hülle unser Einsamkeit ist. Es sind die Tage, die wir selbstbewusst beginnen und mit einem Herz in Scherben beenden. Es sind die Tage, an denen die Vorfreude durch Enttäuschung wortlos ersetzt wird. Es sind die Tage, an denen wir mit aller Kraft versuchen unsere Emotionen zu verbergen und letztendlich vor lauter Erschöpfung in Tränenschhwälle ausbrechen.

Das sind die Tage, von denen wir sagen, sie gefallen uns nicht.

Und dann, wenn ich mir selbst eingestehe, solch einen Tag zu haben. Dann gehe ich zu meiner Mama, lass mich in den Arm nehmen. Ich weine mich aus, schreie mich aus, schmeiße mein scheiß Leben vor ihre Füße und weiß, dass sie es schaffen wird mit ein bisschen Alleskleber, naiven Hoffnungsschimmern und einem Kuss auf meine Stirn, alles wieder zusammen zu flicken.

Denn sie ist meine Super-Mama, und selbst diese Tage, kann sie immer wieder retten!

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Was ist das???

März 22, 2008 at 7:48 (ChaosFamilie)

Da liege ich gemütlich in meinem Bett und habe mich von meiner 7-jährigen Schwester dazu überreden lassen mit ihr zusammen Schloss Einstein zu gucken (wobei.. mitlerweile gucke ich das ganz gerne… :) )

Auf einmal fragt der gutaussehende, leider etwas zu junge, Schauspieler seinen Schauspielerfreund, der so einen schönen französischen Akzent hat, nach seinem Date. Naaa, hast du deine Kondome vergessen??

Meine kleine Schwester sieht mich mit großen Augen an. Was sind Kondome?, fragt sie. Man kann ja nicht sagen, dass sie dumm ist oder so. Sie ist sehr wissbegierig und möchte immer alles verstehen. Es ist ja auch nicht so, dass sie nicht schon aufgeklärt wäre. Die übliche und dann haben Mama und Papa sich ganz dolle lieb, und die Mama bekommt einen großen Bauch Nummer haben meine Eltern auch schon mit ihr durchgezogen. Aber ich habe wirklich nicht im geringsten die Lust dazu ihr alle Einzelheiten zuerklären. Deshalb lenke ich schnell ab, was mir diesmal auch recht gut gelingt, denn eine spannende Kussszene fordert sowieso alle Aufmerksamkeit der Zuschauer ein.

Abends am Flughafen müssen „Die Frauen“ natüürlich wieder zur Toilette, und so gehe ich mit meiner kleinen Schwester. Als ich nach „verrichteter Arbeit“ in den Vorraum komme, steht sie mit großen Augen vor einem Kondomautomaten, auf dem in sehr eindeutiger Pose nackte Frauen zu sehen sind. Was ist das?, fragt sie wieder und sieht mich dabei mit ihren großen Augen an, die mich und meinen festen Standpunkt in der Erziehung immer wieder zum bröckeln bringen. Ähhhh, also… ähhm… Hat Mama dir nicht noch ein Eis versprochen???, fällt mir in letzter Sekunde die Rettung ein und schon stürmt sie an mir vorbei, den Kondomautomaten links liegen lassend, zu meiner Mutter.

Ich glaube, ich sollte einmal ein ernstes Wörtchen mit meiner Mutter reden. Noch einmal werde ich mich sicherlich nicht aus so einer Situation retten können. Ich glaube es reicht schon, wenn ich meinen eigenen Kindern später alles „Von den Bienchen und Blümchen“ erzählen muss, da muss ich jetzt nicht unbedingt auch noch die Arbeit von meinen Eltern übernehmen.

Zum Abschluss: Ein Hoch auf Kindersendungen und offentliche Einrichtungen. Es ist zwar sehr nett, dass ihr die Kinder möglichst praxisnah erziehen wollt, aber bitte, denkt an die armen Eltern, die Tag und Nacht mit unangenehmen Fragen gelöchert werden…

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